Fr., 10. Februar 2017 – Workshops für Sek II/Berufsschule

Workshops in Kleingruppen

E 1Mach dein eigenes Shirt!
Welche Vorurteile nerven dich oder machen dich richtig wütend? In dieser Werkstatt geht es um die Wirkung von Vorurteilen und darum, kreativ mit ihnen umzugehen. Wir designen und malen Bilder zu unserem Thema auf Vorder- und Rückseiten von Kleidungsstücken und räumen so mit dem Vorurteil auf.
Kleidungsstücke zum Bemalen mitbringen! Gerne auch ungewöhnliche Kleidung.
Leitung: Odo Niepel (Odo ForMal)

E 2Warum fliehen Menschen?
In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit Fluchtursachen, z. B. Kriege, Hunger, Armut und auch Klimaveränderungen. Gemeinsam werden wir uns mit Gründen für Flucht auseinandersetzten. Am Beispiel Syriens sehen wir uns ein konkretes Land an, das aktuell viel in den Medien ist und aus dem in den letzten Jahren 5 Millionen Menschen, ein Viertel der Gesamtbevölkerung, ins Ausland geflohen sind.
Leitung: Hikmat (STUBE Nord)

E 3 – Muslime sind Terroristen und Muslimas tragen Burkinis!?
Bilder über Muslime und Muslimas im Realitätscheck
Was macht einen Muslim / eine Muslima „wirklich“ aus? Wie viele Antworten gibt es darauf? Wir schauen uns an, was wir vielleicht schon darüber wissen oder auch nur glauben, wie es tatsächlich aussieht. Und wir schauen, was verschiedene Muslime / Muslimas in der ganzen Welt darüber denken. Wir vergleichen diese Erkenntnisse und gehen gemeinsam auf Entdeckungstour nach Antworten.
Leitung: Christoph Pinkert (freiberuflicher Trainer)

E 4 - Upgration!
Kunst ist die Sprache, die wir alle verstehen. Deshalb begeben wir uns in diesem Workshop auf die Suche nach Darstellungsformen, die einer kulturell vielfältigen Gesellschaft einen neuen Anstrich geben können. Ausgehend von einem Smartphone-Foto-Workshop erkunden wir kreative Wege der Zusammenarbeit. Vorurteile waren gestern!
Leitung: Sebastian Cunitz, Julius Matuschik (Cameo Kollektiv e.V.)

E 5Meine, deine, unsere Werte?
Was ist mir wichtig? Woher kommen meine Werte? Wieviel haben sie damit zu tun, wo ich aufgewachsen bin? Auf welchen Werten baut die Gesellschaft, in der ich lebe, auf? Und wie viele Vorurteile stecken in meinen Werten? In diesem Workshop reflektieren wir unser Wertesystem und bekommen neue Ideen, wie wir in Konfliktsituationen handeln können und sich verschiedene Vorstellungen vom Leben vereinbaren lassen.
Leitung: Helena Wolf (Bildungsreferentin)

E 6 – Kulturenwerkstatt
Die Hälfte der Menschheit ist heutzutage unterwegs und die andere Hälfte nimmt sie bei sich auf. Die, die darauf vorbereitet sind, erleben die dabei stattfindenden Begegnungen als eine Bereicherung. Besonders gut vorbereitet sind die, die es geschafft haben, sich aus den Bestandteilen verschiedener Kulturen ein persönliches Mosaik zu gestalten. In der Kulturenwerkstatt erleben die Teilnehmenden, wie man das macht.
Leitung: Dr. Jacques Drolet, Dr. Imme Gerke (IDRG)

E 7 – Persönliche Geschichten von Geflüchteten
Medien berichten täglich über neuankommende oder bereits hier lebende Geflüchtete sowie über daraus entstehende politische Herausforderungen. Die geflüchtete Person verkommt dabei zu einer Schlagzeile, der Mensch dahinter bleibt den Leser*innen  fremd. In diesem Workshop erzählen Geflüchtete in kurzen Videoclips ihre eigenen persönlichen Geschichten. Ausgehend davon werden  neue Perspektiven eröffnet!
Leitung: IIK

E 8 - Global Player auf dem Laufsteg
FÄLLT LEIDER AUS!!
Bei „Global Player auf dem Laufsteg“ untersucht ihr, wo und unter welchen Bedingungen coole Klamotten, Alltagsmode und Arbeitskleidung hergestellt werden. Ihr diskutiert über Auswirkungen und überlegt, was ihr tun könnt, um zu verhindern, dass sich Arbeitsbedingungen – auch eure eigenen – verschlechtern. Gemeinsam denken wir darüber nach, wie einerseits Mode und Klamotten unsere Meinung über Menschen weltweit prägen und andererseits, welche Bilder von der Welt Modemarken produzieren.
Leitung: Christine Höbermann (3WF)

E 9 – Was ich aus meinen Vorurteilen lernen kann
Hast du das auch schon gehört? “Du hast viele Vorurteile! Das ist eine schlechte Eigenschaft!” Wusstest du, dass Vorurteile nicht nur etwas Schlechtes sind? Setz dich mit deinen Vorurteilen und denen verschiedener Kulturen auseinander. Entdecke die Funktionen von Vorurteilen. In diesem Workshop werden wir uns mit Bildern, Vorurteilen, Stereotypen und Vorstellungen spielerisch auseinandersetzen. Ziel ist es, einen guten Umgang mit ihnen zu erlernen.
Leitung: Pablo Quevedo (STUBE Nord)

E 10 - Er ist … sie sind … ich bin fremd?!
Egal, ob man sich in der Stadt verlaufen hat,  in eine neue Klasse gekommen oder mit der Familie umgezogen ist: Jede*r hat sich wahrscheinlich schon mal fremd gefühlt. Und trotzdem: „Fremd“ sind immer die „anderen“ – oder doch nicht? Wir haben schnell ein Bild im Kopf, wie „Fremde“ sind. Warum gibt es Vorurteile gegenüber „Fremden“? Wie ist es, fremd zu sein? Gemeinsam wollen wir reflektieren, wie wir andere, uns fremde Menschen wahrnehmen, wie schnell wir über jemanden (unbewusst) urteilen und welchen Schaden wir damit vielleicht anrichten.
Leitung: Nora Becher (BtE)

E 11“Entwicklungshilfe” – was ist das eigentlich?
Warum gibt es “Entwicklungshilfe”, heutzutage auch “Entwicklungszusammenarbeit” genannt? Was wird da genau gemacht? Wem bringt sie was? Wir diskutieren über ihren Sinn und Unsinn und hinterfragen dabei auch das Weltbild, das hinter den Ansätzen von „Entwicklung“ und „wir helfen ihnen“ steht.
Leitung: Claire Grauer (BtE)

E 12Die “Dritte Welt” im Zweiten Weltkrieg
Im Geschichtsunterricht zum 2. Weltkrieg tauchen nicht alle Länder und involvierten Menschen auf. Völlig vergessen und von den Geschichtsbüchern kaum erwähnt, haben Kolonialsoldaten gegen Deutschland, aber auch für Deutschland gekämpft. Wie ist es dazu gekommen? Welche Rolle spielte dabei der Kolonialismus? Und wie hängt der heutige Rassismus noch mit kolonialem Denken zusammen?
Leitung: Lukas Hofmann & Fatoumata Konate (Weltladen Marburg)

E 13Indiens Industrialisierungsboom – Beispiel: Kohle, Eisen, Stahl
Indien gilt inzwischen als aufstrebende Wirtschaftsnation. Es entstehen immer mehr große Industrieanlagen und Rohstoffminen. Das Land hat reiche Vorkommen u.a. an Kohle und Eisenerz. Was bedeutet diese Entwicklung für die Landbevölkerung und indigene Bevölkerungsgruppen, die oft in den rohstoffreichen Gebieten ihr angestammtes Land haben? Welche Chancen hat hier soziokulturelle Vielfalt?
Leitung: Sabine Meyer (BtE)

E 14Sprachlos – Wie kommen Worte und Bilder in meinen Kopf?
Was steckt eigentlich hinter Worten? Hast du dich das schon mal gefragt? Wir probieren mit euch die Wirkung von Sprache aus und sehen uns die Bilder an, die dabei im Kopf entstehen. Durch den Erfahrungsaustausch mit einer Person, die für ein soziales Jahr in Südafrika war, machen wir Wirkungen von Sprache auf unsere Gedanken transparent und laden euch zum Experimentieren mit Worten und Bildern ein.
Leitung: Malin Veenhuis und Julia Wältring (VNB)

E 15 – Self-organisation: why and how? [Workshop will be held in English]
“If you are searching for that one person that will change your life, take a look in the mirror.” Accordingly the question is not: what others did against you, but the question is: what did you do for yourself? This equation is very crucial, and it reflects the importance of refugees self-organising, and the urgency of increasing the awareness among society about this issue. During this workshop we will learn how to overcome obstacles, we will find out what gets us going and how to experience an empowering process of self-organisation.
Leitung: Maissara M. Saeed (Umbaja e.V., GSAD)

E 16 - Frauen, Männer und andere Erfindungen
Typisch Mann und typisch Frau? Gibt es das eigentlich? Was ist anerzogen? Was ist Biologie? Welche Vorstellungen von Weiblichkeit und Männlichkeit vermitteln uns Gesellschaft und Medien? Und sind diese auf der ganzen Welt gleich? Häufig werden Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder ihres Geschlechts diskriminiert. Vorurteile und Stereotype prägen die Wahrnehmung beispielsweise von muslimischen Frauen. Warum und wie passiert das und was können wir dagegen tun?
Leitung: Corinna Brandenburger (Kulturpixel e.V.)

E 17Same but different – Umgang mit HIV/AIDS in Deutschland und Südafrika
Über das Thema HIV wird oft stigmatisierend gesprochen. Einseitige Bilder aus Ländern mit einem hohen Anteil an HIV–infizierten Menschen und wenige eigene Erfahrungen erschweren das Einnehmen differenzierter Perspektiven. Wir wollen diese Bilder hinterfragen. Am Beispiel von Deutschland und Südafrika wird ein Blickwinkel eingenommen, der die Wahrnehmungen in der jeweiligen Gesellschaft in den Vordergrund rückt und einen eigenen Umgang in offener Atmosphäre zulässt.
Leitung: Sebastian Utermann (BtE)